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Prägestätte und Münzbuchstabe
Auf jeder Silbermünze des Deutschen Kaiserreichs steht ein kleiner Buchstabe — meist unterhalb der Jahreszahl. Dieser Münzbuchstabe zeigt an, in welcher Prägestätte die Münze hergestellt wurde.
Was ist eine Prägestätte?
Eine Prägestätte ist der Ort, an dem Münzen amtlich hergestellt wurden. Im Deutschen Kaiserreich unterhielten mehrere Bundesstaaten eigene Münzstätten, die parallel für dieselben Nominale prägten. Jede Prägestätte erhielt einen festen Buchstaben, der auf jeder dort geprägten Münze erscheint.
Was bedeutet der Münzbuchstabe?
Der Münzbuchstabe ordnet eine Münze eindeutig ihrer Herstellungsstätte zu:
| Buchstabe | Prägestätte | Im Kaiserreich |
|---|---|---|
| A | Berlin | durchgehend aktiv |
| B | Hannover | nur zeitweise aktiv |
| C | Frankfurt | nur zeitweise aktiv |
| D | München | durchgehend aktiv |
| E | Dresden, Muldenhütten | durchgehend aktiv |
| F | Stuttgart | durchgehend aktiv |
| G | Karlsruhe | durchgehend aktiv |
| H | Darmstadt | nur zeitweise aktiv |
| J | Hamburg | durchgehend aktiv |
Details und Prägezahlen zu jeder Münzstätte: Alle Prägestätten im Überblick.
Warum ist der Münzbuchstabe für Sammler wichtig?
Für Einsteiger ist der Münzbuchstabe zunächst ein Bestimmungsmerkmal: Er zeigt Herkunft und Serie einer Münze auf einen Blick. Fortgeschrittene Sammler prüfen ihn genauer, da die Prägestätten je nach Jahrgang unterschiedlich hohe Auflagen hatten. Seltene Kombinationen aus Jahrgang und Münzbuchstabe können deutlich wertvoller sein als die verbreitete Standardvariante desselben Jahres.